Ausstellung: 25 Jahre Sommerblut Kulturfestival – 25 Jahre Solidarität

Nächster Termin: 14.5.2026

Kunsträume der Michael Horbach Stiftung

Was bedeutet inklusive Kulturarbeit über ein Vierteljahrhundert? Die Jubiläumsausstellung präsentiert sämtliche Aspekte aus 25 Jahren Sommerblut – völlig ehrlich, mit allen schönen und schwierigen Momenten. Ob visuell, auditiv oder taktil: Erlebe die Entstehung und Weiterentwicklung des Festivals multimedial, partizipativ und barrierefrei in Schwerer und Leichter Sprache. Denn Sommerblut, das sind wir alle.

SCHWEIGEN - ein Chorstück

Nächster Termin: 13.5.2026

JVA Köln Ossendorf

Warum schweigen wir und wem nützt es? In der kraftvollen Performance „Schweigen“ erheben inhaftierte Personen aus zwei Frauen*-JVAs ihre Stimme. Mit Worten, Bewegung und Stille erzählen sie von Würde, Lebensfreude und der Scham, die auf der falschen Seite liegt. Ein vielstimmiger Chor über Solidarität und den Moment, in dem Schweigen gebrochen werden muss.

UN/ZERBRECHLICH

Nächster Termin: 13.5.2026

Orangerie Theater

Was bleibt, wenn der Krieg die Biografie zerbricht? Zwischen Klinikfluren und Prothesenanpassung führen ukrainische Veteran*innen einen neuen, unsichtbaren Kampf um ihre Würde. In einer rasant-tragischen Revue aus Gesang und Storytelling verwandelt das Ensemble Traumata in radikale Selbstbehauptung. Eine Einladung, die Distanz zum Krieg zu überbrücken und Solidarität als Begegnung neu zu denken.

Wer hat meinen Vater umgebracht

Nächster Termin: 14.5.2026

Studio Trafique

Eine inklusive, multimediale Inszenierung nach dem Bestseller von Édouard Louis: Im immersiven Zusammenspiel von Erinnerung, Video und Sound wird schmerzhaft spürbar, wie sich politische Entscheidungen in Körper einschreiben. Ein Abend über ökonomische Gewalt und die Suche nach einem solidarischen Ausweg.

HOPE

Nächster Termin: 15.5.2026

Alte Feuerwache | Halle

Was gibt uns Halt, wenn Erschöpfung und Ohnmacht spürbar werden? HOPE ist eine begehbare Hoffnungslandschaft aus Tanz, Licht und den Stimmen von Frauen und weiblich identifizierende Personen zwischen 15 und 100 Jahren. Jenseits von naivem Optimismus wird Hoffnung hier als leise, aber widerständige Praxis erlebbar. Eine Einladung, in einen vielstimmigen Klangraum einzutauchen, in dem Bewegung und Dokumentarisches verschmelzen und die eigene Handlungsfähigkeit neu entdeckt werden kann.

My Freedom Is Your Distorted Gaze

Nächster Termin: 15.5.2026

TanzFaktur

Was passiert, wenn Perfektion auf Widerstand trifft? Inspiriert von der Cyberpunk-Kulturbewegung, stellt diese Performance neoliberale und ableistische Normen infrage. Danijel Sesar interpretiert ein Solo von Céline Bellut neu und feiert Fragilität und Fehler als Akte der Rebellion. Eine hybride Mischung aus Choreografie und Video, die den Körper von Leistungsdruck und Standardisierung befreit.

EchoTrace

Nächster Termin: 16.5.2026

Residenz am Dom

Wie sieht modernes Trauern aus? Der multimediale Kunstparcours EchoTrace verwandelt eine Kölner Seniorenresidenz in einen begehbaren Erfahrungsraum über Berührung und Erinnerung. Performance, Video-Interviews und Virtual Reality verschmelzen zu einer Reise zwischen Lebenswelten. Ob analoge Begegnung oder virtueller Avatar: Das Publikum wird Teil eines Prozesses, der Abschied und Verbundenheit neu definiert.

Le monde nous regarde

Nächster Termin: 15.5.2026

FWT: Freies Werkstatt Theater

Wie viel Widerstand steckt in einem Körper? Unter der Regie von Willie Stark setzt sich dieses Tanzstück physisch mit Auslöschung, Unterdrückung und Kontrolle auseinander. Eine Choreografie, die danach verlangt, gesehen, gehört und gefühlt zu werden – ein kraftvoller Akt der Rückeroberung von Raum und Stimme.

Like Lovers Do

Nächster Termin: 16.5.2026

Orangerie Theater

In „Like Lovers Do“ zerlegt Sivan Ben Yishai die Sprache der Liebe. Radikal, poetisch und verstörend legt das Stück offen, wie tief romantische Bilder von Besitzdenken und Gewalt durchzogen sind. Zwischen Zärtlichkeit und Brutalität wird die Liebesbeziehung zum Spiegel gesellschaftlicher Machtstrukturen.

 

KALKPARK 3001

Nächster Termin: 17.5.2026

Kalkberg

Zwischen Bauschutt und Autobahnlärm schafft KALKPARK 3001 performative Inseln der Naherholung auf dem Kölner Kalkberg. Ausgestattet mit einem Audiowalk erobern sich die Besucher*innen ein „Urlaubsresort“ der besonderen Art, erfahren die Geschichte dieses unbekannten Ortes unserer Großstadt und zelebrieren den Müßiggang als Akt des Widerstands.

THE BIRDS REPUBLIC

Nächster Termin: 19.5.2026

Bürgewald

Das Rheinische Revier wandelt sich radikal: Wo früher Kohle abgebaut wurde, entstehen neue Lebensräume. THE BIRDS REPUBLIC lädt zu einer theatralen Busreise in diese Landschaft im Umbruch ein. Gemeinsam mit Fachleuten, Aktivist:innen und Anwohner:innen blicken wir aus der Vogelperspektive auf die Zukunft der Region. Eine Reise zwischen Dokumentation und Utopie direkt ins Herz des Wandels.

Wer wohnt in Köln und wenn ja wie viele

Nächster Termin: 20.5.2026

Kunsträume der Michael Horbach Stiftung

Köln ist vielfältig, doch spiegelt sich das im Kulturprogramm wider? Das Studio Audience lädt Kulturakteur*innen ein, die Stadtgesellschaft anhand von Statistiken und echten Perspektiven neu zu betrachten. Im Fokus stehen dabei junge Erwachsene: Was braucht das „Zukunftspublikum“ wirklich? Ein kompaktes Format über kulturelle Teilhabe und den Mut, mit statt über Menschen zu sprechen.

Sonic Cinema – T*taube Perspektiven jenseits des Hörens

Nächster Termin: 20.5.2026

Aula der KHM

In ihrem preisgekrönten Film The Tuba Thieves (USA 2023) nimmt uns Alison O’Daniel mit auf eine zehnjährige Reise durch die Klanglandschaften Kaliforniens. Zwischen gestohlenen Instrumenten, Punk-Gigs und Gebärdenpoesie entsteht ein cineastisches Essay, das die konventionelle Wahrnehmung von Sound und Stille auf den Kopf stellt. 

Tell Me Why

Nächster Termin: 21.5.2026

Alte Feuerwache | Halle

„Tell Me Why. AIDS im Köln der 80er“ entwirft eine Fake-Promi-Biografie, stellvertretend für die vielen AIDS-Erkrankten, die weder zu sich, ihrer Sexualität, noch der Krankheit stehen konnten - zu groß die gesellschaftliche Stigmatisierung. Zusammen mit Expert*innen wird das Thema aber auch ins Hier und Jetzt geholt: Hat die Krankheit ihren Schrecken verloren? Wie lebt es sich mit HIV heute? Beklemmend - und unerwartet unterhaltsam.

BALMY KÖLN

Nächster Termin: 22.5.2026

Schauspiel Köln, Carlsgarten

Die „Balmy Army“ ist ein Kunst-, Aktivismus- und Fürsorgeprojekt für wütende junge Menschen. Mit Kunst als politischem Werkzeug setzt sie sich für eine bessere  psychologische Unterstützung ein. Seit 2022 vernetzen sich hier junge Menschen, Künstler*innen und Aktivist*innen. 2026 kommt das Projekt nach Köln, wo Jugendliche der Karl-Immanuel-Küpper-Stiftung ihre Forderungen im Stadtraum sichtbar machen.

GENERATION WIDERSTAND

Nächster Termin: 21.5.2026

Comedia Grüner Saal

Worte, die uns treffen, ob in der Schule, im Alltag, auf der Straße. Ob Kommentare zum Aussehen oder zur Identität: Ausgrenzung hinterlässt Spuren. In dem partizipativen Projekt GENERATION WIDERSTAND verwandeln junge Menschen ab der 9. Klasse ihre Erfahrungen in Tanz, Musik und Theater. Ein geschützter Raum für eigene Stimmen und neue Perspektiven. Ein Abend über Mut, Empowerment und die Kraft, das Schweigen zu brechen.

Bist Du solidarisch oder bist Du ein Arschloch?

Nächster Termin: 22.5.2026

Theater im Bauturm

„Bist Du solidarisch oder bist Du ein Arschloch?“ (Heidi Reichinnek) Diese radikale Frage stellt theaterblackbox koeln ins Zentrum einer Suche nach echtem Zusammenhalt. Jugendliche und Schauspieler*innen untersuchen in einer  Performance, was Solidarität heute eigentlich bedeutet. Zwischen Angst und Spaltung entsteht so ein intensiver Abend über Mut, Hoffnung und die Frage, wie wir künftig miteinander leben wollen.

 

Dzudza

Nächster Termin: 22.5.2026

Schauspiel Köln, Depot 2

Aus den Straßen Maputos erhebt sich „Dzudza“: ein zeitgenössisches Tanzstück über Gemeinschaft, Stolz und Widerstandskraft. Körper, Gesang und Bewegung verschmelzen zu einer poetischen Antwort auf eine fragmentierte Welt. Inspiriert von mosambikanischen Traditionen und urbaner Energie feiert die Gruppe Converge+ mit „Dzudza“ beim Sommerblut Festival ihre Deutschlandpremiere.

Solidarität unter Druck - Verantwortung in der Kultur

Nächster Termin: 22.5.2026

Schauspiel Köln, Depot 3

Zum Auftakt des Rahmenprogramms lädt das Sommerblut Kulturfestival zur Podiumsdiskussion „Solidarität unter Druck – Verantwortung in der Kultur“ ein. Mit dabei sind Festivalleiter Rolf Emmerich, Aktivistin Joana Peprah und Tina Sanders vom mittendrin e. V.. Gemeinsam diskutieren sie über die Rolle von Kultur in gesellschaftlichen Krisenzeiten und darüber, wie Solidarität im Kulturbereich konkret gestaltet werden kann.

Solidarität heißt verstehen

Nächster Termin: 23.5.2026

Schauspiel Köln, Depot 3

„Solidarität heißt verstehen“ widmet sich der Frage, wie Leichte Sprache Theater radikal zugänglicher machen kann. Moderiert von der Dolmetscherin und Übersetzerin für Leichte Sprache Anne Leichtfuß diskutieren Johanna Kappauf, Jennifer Werres und Daniel Cremer, wie Verständlichkeit zur ästhetischen Entscheidung wird – und warum echte Teilhabe im Zuschauerraum mit Sprache beginnt.

something shared

Nächster Termin: 23.5.2026

FWT: Freies Werkstatt Theater

Rhythmus migriert, passt sich an und verbindet Herzschläge. In „something shared“ erkundet Anna Lublina mit u.a. jüdischen und palästinensischen Künstler*innen gemeinsame klangliche Wurzeln. Zwischen Stepptanz und Gesang erinnert die Performance an jüdisch-muslimische Welten jenseits von Grenzen und Nationalismus. Ein künstlerisches Experiment, das in Zeiten der Spaltung nach dem sucht, was uns verbindet.

Im Aufzug

Nächster Termin: 23.5.2026

Schauspiel Köln, Depot 2

Der Podcast „Im Aufzug“ von Raúl Krauthausen kommt live nach Köln. Beim Gespräch mit der gehörlosen Aktivistin Katrin Maag (Katrin Aimee) geht es um Behinderung, Feminismus und Solidarität. Die Live-Aufzeichnung im Rahmen des Sommerblut Kulturfestival verspricht einen klugen, persönlichen und engagierten Austausch über Inklusion und gesellschaftlichen Wandel.

Work Body

Nächster Termin: 24.5.2026

Schauspiel Köln, Depot 2

Inspiriert von Pier Paolo Pasolinis Hommage an Antonio Gramsci, hinterfragt Michael Turinsky den „arbeitenden Körper“. Zwischen Konzert, Tanz und politischer Agitation unterwandert die Performance die Trennung von Kopf- und Handarbeit. „Work Body“ rückt behinderte und arbeitende Körperlichkeiten ins Zentrum und erkundet solidarisches Begehren jenseits kapitalistischer Verwertung.

 

Mad Pride

Nächster Termin: 24.5.2026

Wiener Platz

Bunt, laut und unübersehbar: Am 24. Mai wird Köln-Mülheim zum Schauplatz der Mad Pride. Eine kraftvolle Demonstration für die Rechte und Sichtbarkeit von Menschen mit Psychiatrieerfahrung und Behinderung. Vom Wiener Platz bis zum Schauspiel Köln entsteht ein solidarischer Raum für vielfältige Lebensrealitäten – barrierefrei, begleitet vom Kunstorchester Kwaggawerk und gekrönt von einem Open-Air-Programm mit Gästen wie Raúl Krauthausen. Eine Einladung, gemeinsam für echte Teilhabe auf die Straße zu gehen und Vielfalt lautstark zu feiern.

BIG BÄÄM

Nächster Termin: 24.5.2026

Schauspiel Köln, Carlsgarten

Direkt von der Demo auf die Bühne: Ab 15:30 Uhr verwandelt der BIG BÄÄM den Carlsgarten vor dem Schauspiel Köln in ein Festival der Vielfalt. Freut euch auf kluge Impulse von Raúl Krauthausen und ein Musikprogramm, das unter die Haut geht – von den Hip-Hop-Flows von VAVUNETTHA über neurodivergente Sounds von Tobias Leifeld & ELENN bis hin zu den Pop-Klängen des ESG Chors. Eine Einladung, gemeinsam zu feiern, zuzuhören und Solidarität jenseits von Barrieren im Grünen zu erleben.

What is left

Nächster Termin: 23.5.2026

Schauspiel Köln, Depot 1

„What is left“ erzählt von der Schönheit und Brutalität der alltäglichen sozialen Fashionwalks dieser Welt. Die Performance erforscht, wie frontale, klassenzimmerhafte räumliche Strukturen unsere Kommunikationskultur prägen. Zwischen Laufsteg und Militärparade, passivem Voyeurismus und solidarischer Abhängigkeit halten fünf Performer:innen mit radikal ausgerichteter Präsenz der Gesellschaft den Spiegel vor.

GRENZKONTROLLE

Nächster Termin: 23.5.2026

Schauspiel Köln, Depot 3

Vom friedlichen Protest 2020 zur radikalen Wut 2025: Das vierköpfige Kollektiv GRENZKONTROLLE liefert mit „REVOLUTION“ das Manifest einer Generation am Abgrund. Zwischen NDW-Vibe und US-Rap-Rage klagt Sänger Gaspár Ali unbezahlbaren Wohnraum und soziale Kälte an. Ein musikalischer Abriss für alle, die nicht länger wegsehen können oder wollen. Explosiv, politisch und genau jetzt absolut notwendig!

Workshop: Kunst als Widerstand – Raum der Stimmen für Menschen mit Behinderung und Psychiatrieerfahrung

Nächster Termin: 3.5.2026

Alte Feuerwache | Großes Forum

Am Aktionstag am 03.05. treffen wir uns von 15 – 17 Uhr im Großen Forum der Alten Feuerwache. Dort wollen wir gemeinsam Plakate und Transparente für die Mad Pride gestalten, die am 24. Mai startet. Materialien werden gestellt und es ist kein Vorwissen notwendig. Gleitet wird der Workshop von der Künstlerin Amie Savage.